Firefox-Sicherheitslücke macht Passwörter für jedermann einsehbar

Von Markus Kasanmascheff am 28 Juni, 2011

Der automatische Passwortspeicher von Mozilla Firefox weist eine gravierende Sicherheitslücke auf. Bei Zugriff auf den Rechner können Langfinger die Login-Daten leicht kopieren und anschließend auslesen. Abhilfe schafft nur das von vielen Nutzern ignorierte Kryptographie-Modul mit Master-Passwort.

Durch direkten Zugriff auf die Festplatte gelangen Bösewichte leicht an den in Mozilla Firefox integrierten Passwort-Safe. Wenn man einen nicht gesperrten Rechner unbeaufsichtigt lässt, geht dies sogar noch leichter.

Auch Trojaner können die nicht sehr umfangreichen Daten einfach auspionieren. Die leicht auf einen anderen Rechner kopierten Passwörter können Diebe später in aller Ruhe auswerten und erlangen so oft auf einen Schlag Zugriff auf viele Online-Konten.

Auch die von Firefox beim Einloggen gezeigten Platzhalter in Form von Sternchen oder Punkten gaukeln Schutz nur vor: Nach wenigen Mausklicks offenbart der Browser die exakten Zeichenketten der Passwörter. Wie das genau geht, zeigen wir hier natürlich nicht.

Zwar bietet der Browser per Master-Passwort einen sicheren Schutzmechanismus. Die standardmäßig deaktivierte Funktion ist vielen Anwendern jedoch unbekannt und wird auch selten genutzt. Wer sensible Passwörter mit Mozilla Firefox speichert, sollte das Sicherheitsmodul unbedingt einsetzen.

Zusätzlich sollte man die Passwörter für verschiedene Seiten auch konsequent variieren. Wie man dank einfacher Formeln auch bei vielen Passwörtern den Überblick behält, haben wir bereits an anderer Stelle ausführlich erklärt.

Leser-Kommentare

  • Schorschi Schorschi

    Soviel zur vielgelobten Sicherheit des FF. Ich hoffe, da kommt ehestbald ein Patch raus!!!

    • Geschrieben am 29 Jun 2011
  • farmer500 farmer500

    Ja, hoffentlich, vorübergehend bis dieses Problem gelöst ist, steige ich doch lieber auf einen anderen Browser um.

    • Geschrieben am 30 Jun 2011
  • Harry Harry

    Also bitte, seit wann ist der Firefox daran schuld, wenn der Benutzer seine Passwortsammlung nicht per Masterpasswort verschlüsselt? Übrigens kann man die automatische Passwortspeicherung auch komplett deaktivieren. Und bereits eingespeicherte Passwörter kann man nebst Cookies & History auch wieder komplett löschen.

    Der Satz "Auch Trojaner können die nicht sehr umfangreichen Daten einfach auspionieren" erheitert mich irgendwie. Preisfrage: Wie kommt denn ein Trojaner auf den eigenen Computer? - Na eben. So wie die Jungfrau zum Kinde wohl kaum. Das hier ist nicht der MS IE. In diesem Fall ist es immer ein unbedachter Mausklick auf eine ach-so interessante Datei oder Link oder schlichtweg das Zusatzgeschenk einer illegalen Warez-Installation, die Tür & Tor für Ungewolltes öffnet. Abgesehen davon hat man als verantwortungsvoller User einfach eine aktuelle Security Suite auf seinem Gerät zu haben, ansonsten sollte man es erst gar nicht einschalten!

    Dritter Punkt: Zu Hause im Arbeits- oder Jugendzimmer, wo man nur selbst Zugang zum Computer hat, kann wenig passieren. Wenn man aber irgendwelche besten Freunden darauf unbeaufsichtigt herumklicken lässt oder am Arbeitsplatz im Großraumbüro seine Arbeitsstation offen zurücklässt, dann ist man schlichtweg selber schuld!

    Fazit: Die beste Software ist sinnlos, wenn der Anwender verantwortungslos & gemeingefährlich agiert!

    • Geschrieben am 30 Jun 2011
  • larissa jaklitsch larissa jakli<br />tsch

    wie macht mann die coolen zeichen ?

    • Geschrieben am 01 Jul 2011
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