Kaum geschrieben und schon online: Das Internet ist nach dem Radio das derzeit schnellste Informationsmedium. Das Aussehen des Moderators im Sendestudio ist völlig unerheblich. Schlecht gestaltete Internetseiten halten hingegen vom Lesen interessanter Inhalte ab.
Gutes, funktionelles Design ist aber nach wie vor selten. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Hobby-Herausgeber keine Lust auf HTML, PHP und CSS haben. Eine Lösung ist webbasierte Blog-Software wie beispielsweise blogger.com. Eleganter sind jedoch Programme, mit denen der Anwender nach dem Baukastenprinzip ohne Programmierkenntnisse ansprechende Webpages erstellt.
Viele Apple-User schwören auf RapidWeaver. Das Programm hat alle für einen Internet-Auftritt wichtigen Elemente mit an Bord. Mit wenigen Mausklicks passt der Anwender die meist von Design-Profis erstellten Vorlagen nach seinen Vorstellungen an. Module für Newsletter, Dia-Show oder RSS-Feed konfiguriert man über vordefinierte Menüs der Programmoberfläche. Besonders benutzerfreundlich ist die Drag&Drop-Funktion von RapidWeaver. Bilder, Musik oder Videos zieht man einfach aus den Programmen iTunes oder iPhoto direkt auf seine Webpage. Der Upload der Daten auf einen Webserver ist ebenso schnell erledigt: Das Programm bringt einen integrierten FTP-Client mit.
Das Allerbeste an der Software: Wer nicht will, muss sich zu keinem Zeitpunkt mit Programmiersprachen auseinandersetzen. Das übernimmt RapidWeaver. Und zwar vollständig.
Trotz aller Polemik werden die Olympischen Spiele in diesem Sommer weltweit zwei Wochen lang das mediale Sportereignis bilden. Boykottaufrufe hin oder her: Wer jetzt schon ein wenig olympisches Fieber miterleben möchte, kann den Lauf der Hightech-Gartenleuchte im Internet mitverfolgen. Google hat im Rahmen seines zunehmenden China-Engagements eigens eine Webseite in Google Maps zum Fackellauf erstellt.
Über einen Link unter der Karte kann man den Verlauf auch als Datei in das eigene Google Earth einbinden. Dazu reicht ein Doppelklick auf die heruntergeladene KLM-Datei. Leider stellt das Plug-In die detaillierten Straßen-Routen innerhalb der einzelnen Städten nicht dar, sondern bietet lediglich allgemeine Kurzinformationen.
Chatten gehört nach wie vor zu den beliebtesten Internet-Aktivitäten. Kaum jemand kommt ohne Account bei ICQ, MSN oder einem anderen Anbieter eines Sofortnachrichtendienstes aus.
Kompliziert wird es, sobald man bei verschiedene Instant-Messaging-Dienste benutzt. Entweder installiert man sich einen offiziellen Client wie den Windows Live Messenger oder ICQ. Die Alternative heißt Multi-Protokoll-Messenger. Diese oft als Open-Source-Software entwickelten Programme integrieren die verschieden Chat-Protokolle in einem einzigen Programm.
1. Der starke Punkt von Miranda (Windows) ist seine Flexibilität. Mit unzähligen Plug-Ins lässt sich die Software genau an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das bedeutet aber auch einiges an Bastelarbeit.
2. Pidgin (Windows) unterstützt, genau wie Miranda und Adium, zahlreiche Chat-Protokolle. Die Software war früher unter dem Namen GAIM bekannt.
3. Digsby (Windows) ist ein Newcomer unter den Multi-Messengern. Die Software beschränkt sich auf die wichtigsten Protokolle (AIM, MSN, Yahoo, ICQ, Google Talk) . Die Software hebt sich vor allem durch integrierte Dienste für Social-Network-Seiten wie Facebook sowie Direkt-Zugriff auf E-Mails ab.
4. Adium (Mac) ist die erste Wahl unter Mac OS X. Das Programm unterstützt sowohl die populären als auch einige eher exotische Protokolle.
Bei diesen alternativen Programmen muss der Anwender hin und wieder mit kleineren Problemen leben, denn nicht immer werden alle Features der offiziellen Clients korrekt unterstützt. Dafür ersetzt man mehrere Chat-Programme mit einer einzigen Software und erspart sich außerdem lästige Werbung.
Alle Welt schwärmt von den Vorteilen des mobilen Internet. Für mich ist allerdings die Datenflatrate meines Netzbetreibers nach wie vor zu teuer. Bei meinem Volumentarif muss ich immer noch genau auf meinen Konsum achten - nicht jeder hat schließlich ein iPhone.
Denn mit schnellen Verbindungen wie UMTS und EDGE fallen mehrere Megabyte Datenaufkommen binnen weniger Minuten mit dem Handy an. Gerade bei dem Einsatz von Google Maps Mobile im Satellitenbild-Modus oder dem Betrachten von YouTube-Videos mit meinem Pocket-PC-Handy stoße ich schnell an mein Datenlimit.
Unnötige Kosten vermeide ich mit Spb GPRS Monitor. Der Datenzähler überwacht meine Verbindungen ins Netz und hält anfallende Verbindungskosten in einer Protokolldatei fest. Wenn ich meinen Tariflimit vor Ablauf meines Abrechnungsmonats erreiche, weist mich der kleine Helfer darauf hin. So bin ich wenigstens über die zusätzlich anfallenden Kosten informiert. Ein äußerst praktischer Helfer für Leute ohne mobile Flatrate.
Unsere Computer werden Jahr für Jahr leistungsfähiger, Internet-Bandbreiten immer breiter. Doch wie oft läuft unser Rechner einfach so vor sich hin und rechnet rein gar nichts?
Genau hier setzt das Projekt World Community Grid (WCG) an. Die Idee ist so simpel wie überzeugend: Wir spenden überschüssige Prozessor-Ressourcen für gemeinnützige Projekte. Die Masse macht' s bekanntlich. Die Freeware BOINC vernetzt die Kapazitäten einzelner PCs zu einem mächtigen Supercomputer. Der fünftgrößte Rechner des Planeten dient der Wissenschaft. In erster Linie Projekten aus dem Bereich der Medizin wie beispielsweise der Krebs- oder Aids-Forschung. Dank der enormen Rechenleistung sind die Aufgaben in wenigen Monaten und nicht erst in Jahrzehnten abgeschlossen.
Auf den Weg gebracht wurde das nicht-kommerzielle Projekt im November 2004 von IBM. Das Unternehmen unterstützt WCG mit Serverleistung und Infrastruktur. Bisher stellten laut IBM insgesamt 350.000 Mitglieder mit über 890.000 Computern eine Rechenleistung von 140.000 Jahren zur Verfügung.
Ich bevorzuge Opera vor allen anderen Browsern. So, jetzt ist es gesagt.
Gründe, weshalb ich den kleinen, aber feinen Außenseiter schätze: Weil Opera vieles besser macht, was andere Browser gut machen. Weil das Programm darüber hinaus noch schön aussieht. Und weil ich schon immer einen Faible für Norwegen hatte.
Opera gibt es seit fast 15 Jahren, also fast seit der Internet-Steinzeit. Damals kostete der feine Browser allerdings noch Geld. 2005 beschlossen die Hersteller glücklicherweise, die Software als Freeware zu vertreiben und seitdem erfreut sich der Browser einer wachsenden Fangemeinde.
Was ist nun das Besondere an Opera? Dadurch, dass der Browser lange Zeit kommerziell entwickelt wurde, sind viele Standards in Punkto Sicherheit, Stabilität, Geschwindigkeit und Einhaltung der Webstandards viel ausgereifter als in anderen kostenlosen Produkten. Tabs und die Integration von Suchmaschinen sind bei Opera ein alter Hut.
Der Multi-Messenger Digsby schickt sich an, Pidgin, Miranda und Trillian Konkurrenz zu machen. Das Programm unterstützt die üblichen Protokolle wie AIM, MSN, Yahoo, ICQ und Jabber. Darüber hinaus zeigt Digsby aber auch Statusmeldungen sozialer Netzwerke wie Facebook und bietet eine Direktzugriff für E-Mail-Konten die POP3 oder IMAP verwenden. Wie die Konkurrenzprogramme lässt sich Digsby optisch an den eigenen Geschmack anpassen. Auf jeden Fall ein vielversprechendes Programm für Freunde von Multi-Messengern.
Wie Wolfgang schon im ersten Teil der Tuning-Serie für den Firefox geschrieben hat, verwandeln kostenlose Erweiterungen den Firefox-Browser in einen Downloadmanager, Torrent-Client, RSS-Reader, Text-Editor oder ein beliebiges anderes Werkzeug.
Naturgemäß fallen viele der Add-Ons in die Kategorie "Arbeitshilfen für Webdesigner und -entwickler". So auch eines meiner Lieblings-Plug-Ins, das Web Developer Tool von Chris Pederick, welches inzwischen Platz 12 der beliebtesten Downloads auf der offiziellen Add-Ons-Seite einnimmt.
Ein so hoher Rang für ein Entwickler-Tool? Web Developer ist nicht nur für Spezialisten interessant. Auch Nicht-Entwickler - sprich Homepage-Bastler - finden mit der Werkzeugleiste eine Fülle an Informationen über den Aufbau einer Webseite.
Kein Tag ohne Wikipedia. Ob auf der Suche nach schneller Information oder einem kostenlosen Bild – das Online-Lexikon ist aus meinem Computeralltag nicht mehr wegzudenken. Das deutsche „Wiki“ enthält mehr als 730.000 Artikel, sein englisch-sprachiges Pendant kommt auf mehr als 2 Millionen Texte. Insgesamt tummeln sich seit vergangener Woche 10 Millionen Artikel in den verschiedensprachigen virtuellen Lexika. Das ist eine Menge digitales Holz, frei verfügbar und kostenlos.
Die Wikipedia gibt es im Übrigen nicht nur im Netz, sondern auch zum Mitnehmen: Ausgaben für Pocket PC und Palm machen das geballte Wissen mobil. Wer gerade offline ist, bleibt mit der knapp 2,5 Gigabyte starken DVD-Version am Rechner gut informiert.
Doch steht und fällt das Wiki-Konzept mit der Beteiligung der Nutzer. Nur mit dem Wissen von möglichst vielen Menschen bleibt die Informationssammlung attraktiv. In der englischsprachigen Version ist die Zahl der Autoren zur Zeit sogar rückläufig. Engagieren sich die User mittlerweile weniger auf Wikipedia? Und wer schreibt überhaupt Beiträge? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
Download-Programme für YouTube liegen voll im Trend. Kein Monat vergeht, ohne dass mir nicht ein neuer "YouTube-Downloader" unter die Finger kommt. Meist haben diese Programme nicht viel Neues zu bieten. Wondershare Free YouTube Downloader kommt allerdings mit einer netten Funktion daher: Das kostenlose Programm nimmt Videos auf, während ich mir die Clips im Browser anschaue. Im Hintergrund zieht die Software die Bilder aus dem Netz auf die Festplatte und spielt den Film im integrierten Player ab. Super. Einziger Nachteil von Wondershare Free YouTube Downloader: Für den Konverter muss man auf eine Bezahlversion umsteigen.
Singen wie Alicia Keys oder Elvis, wer träumt nicht davon. Als Alternative zu Dieter Bohlen und RTL bieten sich Netz-Gemeinde und PC an. Mutige Sänger präsentieren ihre Karaoke-Show im Internet. Wer es lieber dezent mag, gestaltet seinen Gesangs-Auftritt im stillen Kämmerlein am PC.
In Asien und den USA gibt es online schon lange große Karaoke-Communities. Nahezu alle Songs, die jemals in den Musik-Charts standen, sind auf diesen Websites zu finden. Wer Rockstar spielen will, schaltet einfach sein Mikro dazu und lässt dem Künstler in sich freien Lauf. Wie sich für das Web 2.0 gehört, wird die Performance natürlich aufgezeichnet. In YouTube-Manier betrachtet, bewertet und kommentiert die Karaoke-Gemeinde die Ergebnisse. Zu den Pionieren unter den Karaoke-Seiten gehören kSolo.com und vor allem The Sims On Stage, wo sich die neue Kategorie Mashup als richtungsweisend für zukünftige Entwicklungen erweisen könnte.
In Deutschland sind in letzter Zeit gleich mehrere Startups mit ehrgeizigem Programm online gegangen. Sites wie Talentrun oder Mikestar bieten YouTube-ähnliche Karaoke-Communities.
Die Vorteile dieser Seiten liegen auf der Hand: Keine aufwändige Songsuche und sofortiger Gesangs-Spaß.
Nachteile: Der Klang der Gesangsaufnahme ist trotz der eingesetzten Filter und Equalizer manchmal dürftig. Hinzu kommen oft leichte Synchronisierungsfehler zwischen Audio und Videos.
Doch, wie ein User in einer Site treffend kommentiert:
"Wer braucht schon 'ne Soundeinstellung? ;-) gut gesungen! "
Skype ist DAS Standard-Programm für Telefonate über das Internet. Will man ein Gespräch aufzeichnen, stößt man mit der IP-Telefonie aber an seine Grenzen. Gerade für Interviews wäre eine solche Aufnahmefunktion ja äußerst praktisch. Hier hilft die Freeware Call Graph aus. Das kleine Plug-In dokumentiert mit Skype geführte Gespräche und speichert den Inhalt als MP3-Datei ab. Vorsicht: In Deutschland dürfen Telefongespräche nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Gesprächspartners aufgezeichnet werden.
Heute wieder im Stau gestanden? Lust, endlich mal Vollgas zu geben? Dann dürfte Project Torque genau das richtige Ventil sein. In dem kostenlosen Spiel rast man ohne Angst vor Radarfallen oder Punkten in Flensburg über zahlreiche Straßenkurse. Online warten die Mitspieler in ihren blinkenden Karossen auf die nächste Herausforderung. Zögerlich sollte man am Steuer seines Rennwagens nicht sein, denn ohne geschickte Überholmanöver oder Abkürzungen wird es nichts mit dem Podestplatz. Also bitte anschnallen und Gas geben.
Moderne Betriebssysteme mit grafischer Benutzeroberfläche wie Windows, Ubuntu oder Mac OS X lassen sich bequem mit mit der Maus bedienen. Geht es um Geschwindigkeit, ist man mit der Tastatur aber besser bedient. Für viele Funktionen gibt es praktische Tastenkombinationen, mit denen man - nach einer kurzen Eingewöhnungszeit - wesentlich schneller arbeitet. Auch der populäre Webbrowser Mozilla Firefox (Windows/Mac) bietet zahlreiche dieser Shortcuts. Mit Hilfe des Keyboards navigiert man wesentlich schneller durch das Netz. Nachfolgend einige Shortcuts, die für mich mittlerweile unerlässlich sind:
(Auf dem Mac ersetzt man Strg/Ctrl durch die Apfeltaste.)
Strg+L - Setzt den Cursor in die Adresszeile
Strg+F - Öffnet das Suchfeld
Strg+T - Öffnet ein neues Tab
Strg+Shift+T - Öffnet das zuletzt geschlossene Tab wieder
Strg+W - Schließt das aktuell geöffnete Tab
Strg+D - Legt die aktuelle Seite als Lesezeichen ab
Strg+Shift+D - Legt alle geöffneten Tabs in einem Lesezeichen-Ordner ab
Eine umfangreiche Liste aller Keyboard-Shortcuts stellt Mozilla in einem Wiki bereit. Der Eintstieg in die Welt der Tastenkombination mag etwas schwierig sein, nach kurzer Zeit will man die zeitsparenden Abkürzungen nicht mehr missen.
Es gleicht einer kleinen Revolution: Was die Entwickler von Satellite Live geleistet haben, ist bisher einmalig. Satellitenbilder in Echtzeit von unserem blauen Planeten, so etwas hätten wir nur Google zugetraut. Wo der bisherige Platzhirsch mit Google Earth statische Foto auf den Rechner liefert, sendet Satellite Live Videomaterial, live und in Farbe. Befindet man sich über einem beliebigen Ort auf der Welt, liefert die Software nahezu aktuelle Satellitenbilder auf den Monitor. Die Zoomstufen erreichen eine so hohe Qualität, dass man beispielsweise den Straßenverkehr in Großstädten problemlos beobachten kann. Wer die etwa fünfminütige Zeitverzögerung und ein etwas ruckelndes Bild in Kauf nimmt, verfolgt mit Satellite Live die Partie seiner Fußball-Mannschaft aus der Vogelperspektive.