Was sind eigentlich Podcasts?

Von Cristina Vidal am 27 Mai, 2009

Im schnelllebigen Internet entstehen die Begriffe für eine Sache oft erst, nachdem bereits Millionen von Menschen diese Dinge benutzen. Ein gutes Beispiel dafür sind Podcasts.

In Anlehnung an den englischen Begriff Broadcast und den modischen iPod ist ein Kunstbegriff entstanden für Audio- oder Videosendungen, die man über das Internet verbreitet. Also nichts anderes als abonnierbare Hörspiele, Radiosendungen oder Videoclips. Wir wollen uns einmal genauer anschauen, was hinter dem Begriff Podcast steckt.

Charakteristisch für das Podcasten ist vor allem der Umstand, dass man diese Sendungen nicht nur einmal ausstrahlt oder abschickt. Podcasts findet man oft noch Jahre nach der ersten Veröffentlichung in Webseiten-Archiven.

Typisch für einen Podcast ist auch, dass auch ein durchschnittlich erfahrener PC-Nutzer mit wenig Aufwand einen eigenen Podcast produzieren und verbreiten kann. Dadurch reichern immer mehr Homepage-Besitzer ihre Webseiten mit selbstgemachten Mini-Radiosendungen an.

Diese Podcasts lassen sich bequem als Newsticker über RSS-Feeds verbreiten. Surfer können diese Ticker abonnieren, beispielsweise über ein RSS-Feed im Browser und erhalten damit regelmäßig Links auf aktuelle Sendungen. Podcast-Serien reichen thematisch von Radio-Diskussionen bis zu kleinen Dokumentarfilmchen oder News.

Untrennbar mit den Podcasts verbunden sind natürlich die Podcaster, sprich die Produzenten von Podcasts. Der Begriff Podspace bezeichnet den für die Bereitstellung einer Internet-Sendung gemietete Webspace. In Anlehnung an das Wort Podcast entstehen dann auch so merkwürdige Begriffe wie Podiobook, womit ein Hörbuch gemeint ist, das exklusiv als Podcast verteilt wird.

Was anfangs als rein private Tätigkeit begann, ist inzwischen auch eine bei etablierten konventionellen Medien weit verbreitete Technik. Öffentlich-Rechtliche Fernsehanstalten bieten inzwischen viel eigenes Material als Podcast an, beispielsweise die Sendungen der ARD.

Eigene Radio- oder  Multimediasendungen zu erstellen, macht viel Spaß. Wir stellen bei OnSoftware demnächst Software und Tricks vor, um selbst eine erfolgreiche Podcast-Produktion zu erstellen und zu verbreiten.

Podcast-Verzeichnisse für deutschsprachige Podcasts findet man übrigens auf Podcast.de , Podcast24.de, Podster.de, Dopcast.de oder über die Software iTunes.

Leser-Kommentare

  • Fabio Fabio

    Gratulation, eine der besten Zusammenfassungen zum Podcasting, die ich gelesen habe! Und das waren mittlerweile schon einige. Eine kleine Ungenauigkeit gibt es dennoch: "Diese Podcasts lassen sich bequem als Newsticker über Newsletter oder RSS-Feeds verbreiten." Eine Audio-Datei, die über einen Newsletter verteilt wird, wie genau technisch das auch immer geschehen soll, ist *kein* Podcast. Zu einem Podcast gehört zwangsweise auch immer ein Feed dazu, der sich abonnieren läßt. Der Feed wird in 99% aller Fälle ein RSS-Feed sein. Technisch wäre auch das ATOM-Format denkbar. Es hat sich aber nicht durchgesetzt.

    • Geschrieben am 29 Mai 2009
  • Cristina Vidal Cristina Vida<br />l

    Hallo Fabio, vielen Dank für den netten Kommentar :-) Der Hinweis stimmt natürlich, denn über den Newsletter schickt man ja lediglich den Hinweis auf eine neue Sendung. Ich habe den Satz geändert, vielen Dank.

    • Geschrieben am 29 Mai 2009
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